Partys

Erkenfara-Party 2003

(18.-19. Juni 2003)

Das verlängerte Wochenende fing mit einer Tour in den Westerwald an. Mittwochs nachmittags ging los, mit Kielan hintendrauf. Bis dieses Jahr hatten wir drei bei einem Fantasie-Spieler-Treffen mitgemischt. Das Spiel nennt sich "Phönix", die Welt in der es spielt "Erkenfara". Die Homepage findet ihr Hier. Da wir uns zukünftig dieses verlängerte Wochenende etwas "freier" gestalten wollen, habe wir mit unserer Teilnahme aufgehört und fahren zwar noch hin, allerdings nur noch "zu Besuch".

 

Die Fahrt dorthin wäre um ein Haar schon nach ca. 15 km vorbei gewesen. Ich fuhr in einer langgezogenen Kurve in ein Kaff ein und erst in der letzten Sekunde, praktisch als es schon zu spät war, sah ich einen Ölfleck auf der Strasse. Ich bin also mit dem Hinterrad drüber und auch glatt schön weggerutscht. Nur durch ein waghalsiges Ausgleichmanöver ist es mir gelungen, die Kiste wieder stabil zu kriegen. Kielan saß hintendrauf und gab keinen Muks von sich. Als wir dann in Fürth an der Ampel standen und gerade losfahren wollten, hielt Kielan mir einen unserer 2 Schlafsäcke links neben das Gesicht, welches mir natürlich auch schlagartig runterfiel. Der (Schlafsack) hatte sich glatt aus dem Plastiksack befreit und ist rausgerutscht, irgendwie hatte Kielan ihn zu fassen gekriegt. In 23 Jahren Motorradfahren hab ich noch nie ein Gepäckstück verloren. Aber alles ist schließlich irgendwann das erste Mal. Also hab ich angehalten und alles neu verzurrt, diesmal richtig. Die Gelegenheit nutzte ich um Kielan zu fragen ob er das mit dem "Ausrutscher" vorher mitbekommen hatte, die Antwort war "Ja, ganz schön gerutscht." und ein Schulterzucken. Also wird er doch mal ein cooler Biker!

 

Erkenfara fand dieses Jahr zum ersten Mal im Westerwald anstatt in Hofheim/Taunus statt. Es gab auch im Erkenfara-Forum ne riesen Diskussion, wo denn nun. Nun ja, die Vorteile lagen auf der Hand: Ein riesen Platz, nicht allzuweit weg, und (einige brauchens wohl...) es gab Duschen. Es gab nur ein Problem, das jedem erst vor Ort bewusst wurde: DAS HINKOMMEN! Ich gebs ja zu: Ich verfahr mich traditionell. Aber DEN Platz zu finden war wirklich die Hölle Nach dem 4. Mal verfahren hatte ich endlich den Weg in das Ferien-Gebiet gefunden. Ich fuhr also ungefähr der Beschreibung nach und landete dann irgendwo auf einem ultraschmalen Waldweg, düster und kaum befahrbar. Die Grasnabe in der Mitte war so hoch, das mir von vornherein klar war: Hier biste falsch. Die sind niemals mit den LKW's hier durchkutschiert, zumindest wäre das Gras umgeknickt. Also ich mich mit dem Bike über nen ätzenden Schotterweg durchgekämpft und glücklich irgendwo wieder ans Tageslicht gekommen. Da warn dann ein paar Leute, die nix mit Erkenfara zu tun hatten, die sagten mir dann das Gelände wäre rieseig und es gäbe zig Mietplätze hier. Na toll. Also wieder auf die Kiste und weiter gefahren. Wieder ätzend kleine Waldwege, ein bisschen über die Wiese gehoppelt. Schon sah ich ein paar Leute in exotisch anmutenden Gewändern, hurra, ich hab Sie, und schlups, mit dem Hinterradreifen in ner Schlammpfütze steckengeblieben. Spätestens jetzt wurden meine Nervendrähte echt stark beansprucht! Also da kam auch gleich einer zu mir der sich wunderte, wo ich da aus dem Wald rausgekommen bin. Meine Frage, wo denn die Yaromesen seien, beantwortete er mit "Irgendwo da hinten". Toll. Also nicht nur steckengeblieben, sondern immer noch falsch. Die Nervendrähte spannten sich noch mehr. Mit einem kleinen Motor- und Muskelmäsigem Kraftakt sowie dem Mut der Verzweiflung kam ich mit dem Hinterrad frei, hoppelte über den Partyplatz der Leute (unter erstaunten Blicken, versteht sich) und kam - man glaubt es kaum - auf einen asphaltierten Weg! Hurra - jetzt ging es noch ein kleines Stück bergauf - und siehe da - da sah ich auch schon Susi in ihrem Roten Gewand. Ich hatte es geschafft - Yaromo war erreicht. Bevor ich mein Zelt nun aufbaute brauchte ich erst mal ein Beruhigungsbierchen, dann gings besser, die Nervenseile entspannten sich und ich baute das Zelt auf. Der Abend verlief lustig wie alle Yaromesischen Abende, lustig mit viel Bier, selbstgemachter Musik und selbstgebrautem Met. An dem Abend vernichteten wir 30 Liter von dem Zeug. Kielan spielte Feuerteufel (bis die nacht um 2.00 Uhr) und ich traf auch mal wieder einige Leute, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Viel Gelaber, Viel Gesöff - so liebt man es. Wann ich mich abgelegt hatte, weiß ich natürlich nicht mehr. Was halten die Kerls mir auch ständig das Met-Horn vor die Nase....

Am nächtsten Tag fuhren wir dann wieder am Vormittag ab, dumm nur das kurz vorher Kielans Freund Andreas kam und Kielan daraufhin natürlich nicht mehr heim wollte. Aber wat mutt datt mutt.... Die Heimfahrt verlief problemlos, auch der Schlafsack wollte nicht mehr eigenmächtig auf Entdeckungsreise gehen.

 

Liebe Yaromesen, nicht böse sein, wenn wir offiziell nicht mehr mitspielen, aber als Gäste werden wir euch sicherlich auch weiterhin auf die Nerven gehen.... ;-).

Dominik meinen Glückwunsch, das er das Wettsaufen gewonnen hat (war ja abzusehen!) und ein "Howdie" an Susi, die sich wieder mal göttlich die Lichter ausgeblasen hat (Ich gönns dir!). Aber auch die anderen, wie Steffen, Heiko, unseren Herrscher ...... und all die anderen, die ich vergessen hab. Also dann bis spätestens nächstes Jahr!

 

Linx:

www.erkenfara.de

www.yaromo.de

www.fladdy36.de

 

P.S.: Die Bilder sind leider nicht so gut geworden, weil ich die Digicam auf „Nahaufnahme" eingestellt hatte...super!

Unser Zelt und die Herrschaften beim...

...reinhaun. Was gabs eigentlich...irgend was komisches was aber wohl allen tierisch geschmeckt hatte. Na denne...

Kielan war vom Essen nicht so überzeugt, auch nicht von meinen Steaks. Trotzdem Spass gehabt!

Das yaromesische Kulturzelt, in dem dann des Nächtens tierisch der Met umging.

Kielan kurz vor seiner Feuerteufelaktion. Man siehts ihm schon förmlich an....

Das Spielerzelt in dem natürlich hauptsächlich...

gespiet wurde! Spielregeln findet ihr, wenns euch denn interessiert, unter www.erkenfara.de

Aber Achtung: hochkompliziert!

Das musste rein: Ein schöner Rücken kann eben auch entzücken, gelle Susi? HäHä. Ich weiß, die bittere Rache wird folgen. Ich sehe dem entgegen :-))

Im Hintergrund, staunend, Patty und Steffen.