Partys

Kupferpaste-Fahrt nach Chemnitz

(21.-22. Juni 2003)

Nach dem yaromo-Abenteuer gings dann am Freitag mit Anita und dem Moto-Guzzi-Club „Kupferpaste" in die Nähe von Chemnitz. Mein Guzzi-Händler Sigurd ist Mitglied dort und hatte mich eingeladen mitzufahren. Das Angebot wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Wir hatten ne sehr gute Fahrt dorthin, unterwegs holten wir noch einen ab und fuhren dahin kreuz und quer durch den Spessart, die Tour kann ich nie im Leben mehr rekonstruieren. Wozu auch? Hauptsache Geil war Sie.

 

Die Jungs hatten auf der Autobahn ein paar Probleme mit meinem Fahrstil zurechtzukommen, immerhin bin ich mehr der „Low-Rider-Typ" und meine Reisegeschwindigkeit von so 100-110 kmh ist für viele ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ok, wir einigten uns dann darauf das ich vorneweg fahre und die anderen (11 Guzzis) hinterher. Ich versuchte dann auch so 130 kmh einzuhalten, was auch einigermaßen klappte.

 

Der Gastgeber, ebenfalls Kupferpaste-Mitglied, hat in der Nähe von Chemnitz einen Bauernhof mit einem schönen großen Innenhof wo wir dann auch herzlich begrüßt wurden. Es war natürlich auch ein schönes Bild, wie da auf einmal 12 Guzzis eingefahren kamen, da blüht das Herz auf! Zur Begrüßung gabs ne affengeile Gulaschkanone, der Gulaschtopf aus nem 50-Liter-Bierfass gebastelt, da waren Spezialisten am Werk. Danach versuchte man noch echte Thüringer Würste an den Mann (die Frau) zu bringen, was gar nicht so einfach war, weil sich jeder schon massig Gulasch reingezogen hatte. Da war es wieder: Anitas Problem. Aber der Gastgeber hatte auch hier ein Lösung für Anita, es gab auch Salat ohne Fleisch. Ansonsten verlief die Nacht wie jede unter Bikern: viel Benzingespräche und viel Alkohol (Juhu!).

 

Am Samstag gabs dann ne größere Ausfahrt: Erst besuchten wir ne Silbermine und ein Erzbergwerk, logisch, im Erzgebirge halt... Beim Bergwerk machten wir ne Besichtigung mit und fuhren in einem unaussprechlichen Teil in die Mine ein. Nach ca. 4 Minuten holpriger Fahrt und eingezogenem Kopf durch einen winzigen Tunnel waren wir dann mittendrin. Die Führung war klasse, sehr aufschlussreich und interessant. Die haben da drinnen übrigens auch nen Partyraum, soweit ich das verstanden habe....

 

Danach gings dann noch auf die Augustusburg. Das Teil muss man gesehen haben und vor allem die Motorradaustellung dort. Wow! Massig Uralte teile, BMW, DKW, Imola, Indian, und ne astrein restaurierte Böhmerland (ich war hin und weg!) sowie ein paar ziemlich seltsame Gefährte, wie z.B. das Minibike mit Düsenantrieb (siehe Bilder). Also, ich denk, jeder Biker muss mal dort gewesen sein, es lohnt sich wirklich!

 

Aber aufgepasst, die Strassen dahin sind teilweise unter-aller-sau! Kilometerlange Wellblech-Strecken wechseln sich mit Strassen ab auf denen Schlaglöcher zu finden sind auf denen man sich das Genick brechen kann. Dann gibt's wieder neu gemachte Strecken die so glatt sind wie ein Baby-Popo. Da kann man sich dann kurzfristig erholen, Anita mit ihrem Kreuz haben aber teilweise die Tränen in den Augen gestanden.

 

Wieder zurück gings dann am Abend auf ein Feuerwehrfest. Das war ganz lustig, urig-zünftig, wie se halt sind die sächsischen Freistaatler. Die Musik war nicht so unser Ding und ich, Anita und noch 2 andere ließen uns dann wieder zurückfahren. Wobei das Auto mit 6 Erwachsenen und 2 Kinder natürlich hoffnungslos überfüllt war - aber Spaß hatten wir! Wir haben uns dann gemütlich im Hof noch den Rest gegeben. Die anderen haben uns dann am nächsten morgen beim Frühstück noch erzählt das die eine Bedienung (und was für ne Bedienung - oohhh mannn) nen Strip hingelegt hätte - und ich hab mir wieder in den Arsch gebissen, das ich den verpasst hatte. Dafür hätte sich auch die Band mit den deutschen Schlagern (kotz) gelohnt - aber na ja.... langsam hab ich mich ja dran gewohnt, die Strips zu verpassen....

 

Wir fuhren dann jedenfalls relativ früh vor den anderen los, nicht ohne uns ausgiebig bei den netten Gastgebern zu verabschieden, und natürlich auch bei all den anderen. Wir wollten uns für die Rückfahrt etwas mehr Zeit lassen und nicht hetzen, Anita musste sich ja auch etwas schonen wegen ihrem geschundenen Kreuz vom Vortag. Es war dann auch ein wunderschöner Tag, viel Sonne und -nbrand. Natürlich gabs am Würzburger Kreuz auch wieder den obligatorischen Stau aber ich mogelte mich da relativ schnell durch. Bei Miltenberg legten wir ne längere Rast ein und mussten erst mal was gegen die Austrocknung tun. Dann wars auch nur noch ein Katzensprung bis nach Hause. Ich setzte Anita ab und durfte gleich wieder losdüsen um Kielan bei Anitas Eltern abzuholen. Nochmal insgesamt 160 km. Zuhause angekommen viel ich dann auch halbtot ins Bett und war kaputt. - Die harten Biker halt -

Fazit: Mit dem Moto-Guzzi-Club Kupferpaste war ich auf alle Fälle nicht das letzte mal weg. Die Jungs sind alle gut drauf (Guzzisti halt) und wir hatten viel Spass. An dieser Stelle folgt dann auch ein Bericht über das Guzzi-Treffen der Kupferpaste im August.

 

Also Jungs - Wir sehn uns!

Der - immer noch low-ridende - Guzzi-Biker!

 

Links:

www.moto-guzzi-club-kupferpaste.de

www.die-sehenswerten-drei.de

www.augustusburg.de/

 

P.S.: Die Digicam war immer noch auf Nahaufnahme eingestellt, und die 16MB-Speicherkarte leider viel zu klein - jetzt hab ich 128 MB drin und auch die Einstellung stimmt wieder....!

Ein kurioses Gulaschgerät...

ein Hof voller Guzzisti....

...und die "Polente".

Rast an einer Silbermine (wars glaub ich)

Anita noch gut drauf...

und immer noch gut drauf.

Anita vor dem Stollen, in den wir dann rein mussten...

in so einem Ding...

...und da konnten wir uns dann von dem Stress erholen. Bergwerksarbeiten wären echt nix für mich...

Auch ne Idee: Ein Zug zum Restaurant umgebaut

und nochmal aus anderer Perspektive

Die Augustusburg.

Die kleine Pause tat mir gut...

Eine astrein restaurierte Indian...

und ein...äähhh,...Vehikel....

Anita staunend vor Tret-Vehikeln, wird mir immer ein Rätsel beliben wie die da drauf gekommen sind...

englische BSA's und Norton,

Harley-Davidson....

und nochmal kurioses!