
Hier möchte ich mal ein bisschen was über die Bikes erzählen, die ich so bis heute gefahren habe
Mein erstes Bike war ne Honda CX 500 C, (lach), naja, die hatte ich 1980 gekauft
und entsprechend umgebaut, was man halt so gemacht hat und damals Mode war: hoher,
gedrehter Z-

Mein zweites Bike war dann eine AME-
Das Bike war gechoppt von der Firma AME, die auf dem Gebiet damals so ziemlich führend
war, und die Bezeichnung "AME-



Natürlich hatte mir das so nicht gefallen, es musste noch verschönert werden. Das Tankbild war nur aufgeklebt und überlackiert, der Lenker hatte mir nicht gefallen und die Auspuffanlage war noch Original.
Als erstes der Tank: ich kauft mir einen Tank bei AME. Ich kannte einen Lackierer,
mit dem ich auf die Schule gegangen war, der bekam von mir eine Skizze für die Tanklackierung,
da hatte ich schon seit Jahren konkrete Vorstellungen gehabt: Die Südstattenflagge
im Wind, im Hintergrund die aufgehende Sonne, ein Chopper als Shilouette davor und
das Biker-
Den Tank hab ich heute noch, der hat mittlerweile einen Ehrenplatz auf meinem Wohnzimmerschrank.
Ausserdem musste noch ein hoher Lenker drauf, ne vorverlegte Fussrastenanlage (vorher
waren da nur Highwaybars dran) und natürlich ne 4-



Nach der AME war ich auf Guzzi fixiert. Meine nächste Liebe war dann eine Moto Guzzi V1000 California II. Den Tank hatte ich umlackiert, selber natürlich, was dann auch entsprechend aussah... schwarz mit einer Südstaatenflagge drauf, natürlich. Davon gibts keine Bilder, was ein Glück...
Die Cali bin ich auch nur 1 Jahr gefahren, danach stieg ich um auf das, was ich eigentlich immer fahren wollte, nämlich Harley Davidson.
Meine erste Harley war, wie bei den anderen eigentlich auch, Liebe auf den ersten
Blick. Auch wenn einige Leute unkten "Ne Sporty iss doch nur ne halbe Harley", was
ich auch heute noch für totalen Schwachsinn halte, so war diese doch was besonderes.
Nicht nur vom äusseren Erscheinungsbild her: Sie war extrem flach: der alte 72er
Kick-
Unten seht ihr Sie wie ich Sie kaufte, damals noch mit nem flachen Lenker, den ich später dann gegen nen Apehanger tauschte und den dann auch noch mit Risers höher setzte, nach dem Motto: "Nie mehr Achselschweiß". Was übrigens auch stimmte.





Hier war dann schon der Ape drauf, und die Freunde immer zu einem Spässchen aufgelegt...
Nach der Sporty gabs dann noch ne Harley. das war auch wieder die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich sollte es eine andere werden, ne Flathead Baujahr 1936, die schnappte mir allerdings meine liebe Susi weg, die dieses Bike heute noch fährt (schraubt) (www.fladdy36.de).
Also gab es "Die Weisse", die mich von Anfang an genauso faszinierte. Hätte Susi
mir die Qual der Wahl nicht abgenommen, stünde ich heute noch davor und überlegte
welche der beiden ich wohl nehmen sollte ;-
"Die Weisse" war eine Early Shovel (oder auch "Late Pan" genannt) im abgespeckten
E-
Die Bilder stammen übrigens von nem Harley-
Die Kiste war echt geil, mit nem oberfetten Sound und, natürlich, viel Schrauberei.
Dafür wurde ich aber auch mit fantastischen Touren belohnt, an die ich immer wieder
gerne zurückdenke, so z.B. mit der Second Family Neu-
Oder die Tour zur Harley-
Danach verkaufte ich Sie weil ich des ständigen Schraubens müde war und mich ausserdem
die ganze neue EVO-



Nach dem Tod meines Bruders Ronnie fuhr ich auch ca. 1 jahr lang seine Panhead, Baujahr 1948. Die Pan wurde später von einem anderen „Aloner“ gekauft und sie ist heute noch in seinem Besitz. Sie fährt also immer noch unter dem selben Colour.
Heute allerdings ist sie umgebaut und umlackiert.

Tja, und seitdem fahre ich meine Guzzi, seit ca. 1994, bin damit glücklich und zufrieden. Sie hat mich bis heute noch nie im Stich gelassen und ich werde ihr auch weiterhin die Treue halten, genau wie meiner Frau, in die ich mich ungefähr zu selben Zeit verliebte.
Was es mit meiner Guzzi auf sich hat, brauch ich euch hier nicht nochmal vorzukauen, das könnt ihr hier lesen:
2010 kam bei mir die Überlegung auf, mir noch einen Tourer zuzulegen. Die Frage war nur: Was! Das war natürlich auch eine Frage der Finanzen. Ich wollte keinen zehntausende Euro ausgeben und ich benötigte ein Bike, das auch mit meiner Frau und Gepäck noch genügend Power hat uns mit Schmackes über den Highway zu transportieren.
So fiel nach 30 jahren meine Wahl wieder auf einen Japaner. Ich kaufte mir eine gebrauchte Kawasaki GTR 1000.
Durch die Vollverkleidung bin ich extrem Wettergeschützt, das Bike hat mit knapp 100 PS ordentlich Zunder auf der Latte und lässt sich prima fahren.


Tja, und ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, das ich mit nem „Japser“ mal soviel Spass haben könnte. Von dem Bike bin ich bis heute total begeistert. In den ersten 3 Monaten bin ich 10.000 km mit ihr gefahren. Ich war kaum mehr runter zu bekommen und bin es auch heute nicht.. Vor allem fährt man viel entspannter und nach 300 km tun einem nicht die Knochen so weh, wie das bei meiner guten alten Guzzi der Fall ist.
Und wer jetzt der Meinung ist, das wäre ein Abstieg, der hat nix verstanden... ;-


Und? Was wurde draus? Nun, man kann es sich denken: Nichts. Und warum? Weil sich das restaurieren immer mehr in die Länge zog, und wir beide, verdammt nochmal, Partyleute und keine Restaurierer waren. Hatten wir Bock, hatten wir keine Zeit, hatten wir Zeit, hatten wir keinen Bock. So einfach. Ausserdem hatten wir ja genug Mobbeds, die liefen und an denen immer was zu schrauben war, siehe die Bilder.
Für wieviel wir die Scout dann wieder verkauft hatten, keine Ahnung, wir waren am Ende aber so Null auf Null rausgekommen. Den Rest der Kohle hatten wir, wie sich das so gehört, ordentlich auf den Kopf gehauen....